Infos für Fachleute

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Aktives Fallverstehen als  Prozess der Wirklichkeitskonstruktion:

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Bindung, Bindungstheorie:

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mit Verweis auf Kinderschutzstellen (Rücksicht auf die Bindungsbedürfnisse kleinerer Kindern), Text: Biographiarbeit Maywald im Ordner Theorie / Beteuungsplanung ------ eigener Absatz über die Bindungsrepräsentationen und deren Auswirkungen im Jugend- und Erwachsenenalter.


Dreiecksverhältnis in der Jugendhilfe:

Vertrag zu Gunsten Dritter / Analogien
Wo kann man steuern um Mitnahmeeffekte, Gier und Beschädigungen des Gemeinnützigkeitsprinzips zu vermeiden.


Entwicklungsberichte - oder: Über Entwicklungen berichten:

Entwicklungsberichte (normierte und nicht normierte), Widersprüche zwischen Typisierung und Partizipationshaltung


Epidemiologie / Soziale Ungleichheit:

"Why equality is better for everyone" - Weltumspannende Studie führt Nachweis über die negativen Auswirkungen großer Einkommensunterschiede.

Das Ausmaß sozialer und gesundheitlicher Probleme steigt mit dem Unterschied zwischen den Einkommen armer und reicher Gesellschaftsschichten. In einkommensgleicheren Gesellschaften gibt es zum Beispiel weniger Depressionen und Ängste, Fettsucht, Teenager- Schwangerschaften, Drogenabhängigkeit, Inhaftierte und Gewalt; die Lebenserwartung ist höher.
Mehr Einkommensgleichheit ist der Prädiktor für gesundheitliches und soziales Wohlergehen, gleichsam also für den sozialen Frieden - und zwar unabhängig davon, ob die Einkommensunterschiede ohnehin gering sind oder ob der Staat hinterher umverteilt. Unabhängig auch davon, wie hoch das Durchschnittseinkommen eines Landes insgesamt ist. Größere Gleichheit wirkt sich selbst für die Bezieher hoher Einkommen positiv aus.

Anscheinend korrelieren diese Zusammenhänge über Faktoren wie höherer Stress, Unsicherheit, Zukunftsangst und Resgnation, (Status-) Konkurrenz, Wettbewerbsdruck und damit verbundenen abnehmenden sozialen Zusammenhalt.

Kurz: Ungleichheit zersetzt die soziale Matrix der Gesellschaften. Mindesteinkommen und Umverteilungsmaßnahmen tragen zu ihrem Erhalt bei und helfen, teure Folgekosten z.B. im Gesundheitssektor zu minimieren.

"The spirit level. Why equality is better for everyone", Penguin Books London, 2010. www.equalitytrust.org.uk


Gerechtigkeits- und Sozialstaatsdebatte:

Was kommt beim Bürger an, wenn die soziale Landschaft sich nicht nur marktförmig organisiert sondern starke ökonomische Anreize dies immer noch weiter befördern (Zitiere: Kappeler in Verswchoben und Vergessen im Ordner Hilfeplanung / Kritik an Fernunterbringungen), Satireanzeige, AusserderReihe Text im Ordner Soziale Ökonomie, Bezug zu "Maserati- Affäre"


Helfer im Grenzbereich / TV - Dokumentation über die Situation im Jugendamt

Das ZDF begleitete ein halbes Jahr lang Sozialarbeiter aus dem Berliner Bezirk Wedding, um die Ecke vom Regierungsviertel. Es heißt, entweder kommen die vom Jugendamt zu früh oder zu spät. Sie hätten zu viel Macht oder nutzten sie nicht rechtzeitig. Jugendamtsmitarbeiter stehen vor Gericht, weil sie gegen den Willen der Eltern ein Kind in Obhut genommen haben, oder weil ein Kind misshandelt oder gar tot aufgefunden wurde. Betreuung von Menschen, vor allem Kindern, am Rand der Gesellschaft - Arbeit im Grenzbereich.

Am Ende des Artikels ist ein 45 min langer, sehenswerter Film, der am 4.8.2010 erstmals ausgestrahlt wurden.


Ökonomisierung der sozialen Landschaft:

Die Idee einer solchen Hilfe steht heute unter enormen Druck. Wo einmal die Beseitigung der Ursachen von Not zu den Zielen von Hilfe gehörte und gesellschaftliche Entwicklung angestrebt war, herrscht heute ein pragmatisches »Zupacken«, das kaum noch soziale, aber umso mehr technisch-ökonomische Kriterien kennt. Mehr und mehr drängen sich die Interessen der Geber in den Vordergrund und entscheidet gar die mediale Verwertbarkeit von Hilfe über ihr Zustandekommen. Hilfe droht zu einem »Produkt« wie jedes andere zu werden, das sich von den Bedürfnissen hilfesuchender Menschen löst und nur noch die Folgen missglückter Politik abfedern soll. Hilfe - eine Geisel globaler Sicherheitspolitik und herrschender Gewaltmärkte? - Nicht zuletzt für Hilfsorganisationen höchste Zeit, die eigene Praxis und den voranschreitenden Strukturwandel von Hilfe kritisch zu reflektieren.

Dazu 2003 gab die Konferenz »Macht und Ohnmacht von Hilfe«, zu der medico international gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt/Main einlud, einen Anstoß. Der kritischen Bestandsaufnahme folgte die Frage nach möglichen elementaren Grundsätzen für eine Hilfe in Zeiten der Globalisierung. Denn eine andere Hilfe ist möglich - und notwendig.

Partizipation:

... wörtlich "Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung". Von übergeordneter Bedeutung als Handlungsparadigma der Sozialen Arbeit. Partizipation ist eine raumgreifende Vokabel mit einer Vielzahl von Bedeutungsebenen. Insbesondere in der offenen Jugendarbeit spielt sie eine Rolle, wenn junge Menschen eingeladen werden, sich z.B. an der Stadtplanung oder der Programmplanung "ihres" Freizeitheims zu beteiligen.
In Bezug auf Hilfe zur Erziehung wird sie üblicherweise in etwa synonym mit dem Thema Zielerarbeitung oder mit der direkten Mitwirkung junger Menschen etwa in Plena / Heimbeiräten o.ä. verwandt.

Ohne dass der Adressat aktiv mitmacht, ohne dass er selbst ein Ziel verfolgt und ohne dass man sich vorher darüber einigt, worin sinnvolle Schritte zur Zielerreichung bestehen können, haben die Fachkräfte keine Chance.", so Matthias Schwabe in „Methoden der Hilfeplanung“, Frankfurt / Main, 2005.

In Erweiterung dessen muss erwähnt werden, dass echte Partizipation erst dann stattfindet, wenn die Umstände so sind, dass die Adressaten/-innen den in der Mitwirkung liegenden eigenen Nutzen deutlich erkennen. Entsprechend müssen professionell Erziehende die Prozesse von Auswahl, Gestaltung, Durchführung, Überprüfung und Anpassung von Hilfen so gestalten, dass die Hilfesuchenden darin eine nachhaltige Erweiterung ihres Handlungsspektrums erfahren und einen positiven Sinn erkennen können.

Partizipation ist also eine Art induzierte Emanzipation.

Darin verbirgt sich allerdings ein Paradoxon: Hilfe kann nur sehr schwer partizipativ erbracht werden. Weil es eine gewährende und eine empfangende Partei gibt (sog. strukturell asymmetrische Kommunikation"). Dies ist schon lange als zentrale sozialpädagogische Frage bekannt: "Wie wird aus Abhängigkeit von Hilfe Unabhängigkeit?" Oder wie der Berliner Professor für Sozialpädagogik Reinhart Wolff schreibt: "Hilfe stärkt nicht in jeder Hinsicht, sondern sie macht auch abhängig  und schafft schiefe Ebenen. Insofern schwächen die vielfältig entwickelten Hilfesysteme in der modernen Gesellschaft möglicherweise die Kräfte, die sie stützen wollen."

Auflösbar ist dieses Paradoxon erstens nur teilweise und zweitens nur dann, wenn der Weg der Bewältigung als ein gemeinsames Erfinden einer Lösung zieloffen gegangen wird. Wille und Lebensweltbezüge der Betroffenen stehen im Fokus, sie selbst (und nicht die Fachkräfte) sind die Experten ihrer Lebenswelt, ihrer Interpretation und auch der Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten versteht. Hieraus ergibt sich, wie hochproblematisch, wenn auch nicht völlig umgehbar, Eingriffs- oder Zwangshandeln ist und wie vorsichtig professionell Helfende damit umgehen müssen.

Man sieht also, der Begriff Partizipation drückt eine hochparadoxe und überaus herausfordernde Haltungs- und Handlungsaufforderung aus. Die Partizipationsforderung gilt übrigens längst nicht nur für die berufliche Praxis, sondern für alle Eltern:
"Bei  der  Pflege  und  Erziehung  berücksichtigen  die  Eltern  die wachsende   Fähigkeit   und   das   wachsende   Bedürfnis   des Kindes   zu   selbständigem   und   verantwortungsbewusstem Handeln.  Sie  besprechen  mit  dem  Kind,  soweit  es  nach dessen    Entwicklungsstand    angezeigt    ist,    Fragen    der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an." (§1626 Abs.2 BGB)

Auf der ganzen Welt:
"Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. (Art 12 Abs. 1 Kinderrechtskonvention)

Lesen Sie hierzu auch:

  • Interventionen in der Sozialpädagogik
  • Fallverstehen
  • Selbstorganisiertes Lernen
  • Entwicklungsberichte normiert und unnormiert
  • Sozialraumorientierung / -budgetierung
  • Erziehung und Zwang
  • Was sich Kinder für die Hilfeplanung wünschen
  • Recht und Rechtsdurchsetzung, Rechtswidrigkeit / Dienstanweisungen der rechtswidrigen Art (inkl. Tips für Ungeübte)
  • Jugendamt / Was das deutsche Jugendamt will
  • Wirkungsorientierung
  • Jugendhilfe und Schule / gemeinsamer Bildungsbegriff

Vorbilder, Lernen vom Vorbild, Spiegelneuronen, Verhaltenstraining:

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Entwicklungsberichte (normierte und nicht normierte), Widersprüche zwischen Typisierung und Partizipationshaltung

Gerechtigkeits- und Sozialstaatsdebatte: Was kommt beim Bürger an, wenn die soziale Landschaft sich nicht nur organisch marktförmig organisiert sondern starke ökonomische Anreize dies weiter befördern (Zitiere: Kappeler in Verswchoben und Vergessen im Ordner Hilfeplanung / Kritik an Fernunterbringungen), Satireanzeige, AusserderReihe Text im Ordner Soziale Ökonomie

Der Bürger als Nutzer sozialer Dienste - ist das mit dem Kundenbegriff berhaupt zu fassen (fehlende Kundensouveränität) verweist zu Sozialstaatsdebatte

Erziehung und Zwang - Unvermeidliches, aber wenn ja: Wie ?, Widerspruch zur Partizipationshaltung

Gesundheitssurvey, psychische Krankheiten in Kindheit und Jugend,

Resilienz

Kinderschutz: kurze Erklärungen, auch link zum BA SteZeh Kinderschutzleitbild

Dienstanweisungen rechtswidriger Art: Halle, Reinickendorf, Mitte

Hilfeplanung: Was sich Kinder konkret fürs HPG wünschen (Text Qualität durch Beteiligung im Ordner Hilfeplanung)

Kooperation Jugendhilfe / Psychiatrie: Grundregeln für PädagogInnen

Koop JugHi/JugPsy: Ergebnisse Modellregion Südwest

Jugnedhilfe und Schule: Prof dr Edelstein Interview teilzitier, Durchsetzung des gemeinsamen Bildungsbegriff, wie ihn die GEW publiziert hat (siehe dort) als Ziel benennen. Auch hier Verweis auf Partizipation, Kohärenz, Resilienz

Kinderschutz: Was ist das ? dann neben Wiki Verweis v.a. Ankerbeispiele allgmeinverständlich nennen für die Bevölkerung

Partizipation 1. als logische Voraussetzung für die Möglichkeit von Lernen überhaupt 2. als Menschenrecht 3. als unabdingbare Grundlage jeden päd. Handelns auf der Basis der Rechtswirklichkeit in Deutschland (AGJ Papier) 4. als wirkungsförderndes Steuerungsinstrument (eigene Veröff)

Partizipation 2. Theorie der SP als Lehre von der Lebensbewältigung nach Thiersch (siehe Vorlesung auf xxx) dabei die von ihm hergeleiteten, für die heutige SP grundlegende Prinzipien und Begriffe

Systemische Theorie und ihr Problem der Allzuständigkeit

Selbstorganisiertes Lernen muß man erst beigebrahct bekommen ! (siehe Text in Partizipationsordner) Paradox: Geht das überhaupt ? Was heißt das für die sog. Partizipationshaltung

Prävention: Sinn und Unsinn, selbsterfüllende Prophezeiungen, Bedarfserzeugung und und und. Gleichzeitig: Recht der Kinder (und aller Menschen!) auf rechtzeitige Hilfe, wenn immerhin schon mal ein oder mehrere Übel erkannt wurde(n) (Recht nicht nur als humanitär gerechtes Recht sondern auch im juristischen Sinne - Peschel- Gutzeit im Ordner Projektentwicklung)

SRO: ebenfalls Sozialstaatsdebatte, Steuerungswahn, Hilfeziele ironisch,.. Widerspruch jeder Steuerung mit Eigensinnigkeit der koproduzierenden Betroffenen - Partizipation, Trägerübergreifendes Budget

Was das deutsche Jugendamt will: Untersuchung aus Franken, Zeit Dossier über Mitte, siehe auch Dienstanweisungen,

Wirkungsüberprüfung mit Verweis auf die Steuerungsdebatte

Die Supernanny - Erziehungscoaching im Fernsehen - siehe Ordner Theo, Bachelor Arbeit

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